Weihnachten wirkt im September noch weit entfernt. Für Unternehmen ist das jedoch der richtige Zeitpunkt, um Kampagnen, Kundenkarten, Firmenkalender und saisonale Werbemittel vorzubereiten.
Je näher das Jahresende rückt, desto mehr Aufgaben überschneiden sich: Texte müssen freigegeben, Adressen geprüft, Designs korrigiert, Drucksachen produziert und Sendungen verteilt werden. Wer erst im Dezember beginnt, besitzt kaum noch Spielraum für Änderungen.
Dieser Zeitplan zeigt, wann Unternehmen ihr Weihnachtsmarketing planen und verschiedene Drucksachen bestellen sollten. Die empfohlenen Zeiträume sind Planungspuffer und keine garantierten Produktions- oder Lieferzeiten. Prüfen Sie vor jeder Bestellung die aktuellen Angaben der Druckerei und des Versanddienstleisters.
Der Weihnachtsmarketing-Zeitplan auf einen Blick
| Zeitraum | Wichtigste Aufgaben |
| September | Ziele, Zielgruppen, Budget und Druckprodukte festlegen |
| Anfang Oktober | Texte, Fotos, Adressen und Angebote vorbereiten |
| Mitte bis Ende Oktober | Designs erstellen und intern freigeben |
| Anfang November | Kalender und größere Kartenauflagen bestellen |
| Mitte November | Flyer und weitere Aktionsmaterialien bestellen |
| Ende November | Sendungen vorbereiten und erste Materialien verteilen |
| Anfang bis Mitte Dezember | Geschäftliche Weihnachtsgrüße versenden |
| Nach Weihnachten | Neujahrsaktionen und Januar-Kommunikation starten |
Je größer die Auflage, je aufwendiger die Veredelung und je komplexer der Versand, desto früher sollte die Bestellung erfolgen.
September: Ziele und Produkte festlegen
Beginnen Sie nicht sofort mit dem Design. Klären Sie zuerst, welche Aufgabe die Weihnachtskampagne erfüllen soll.
Mögliche Ziele sind Kundenbindung, saisonaler Verkauf, Terminbuchungen, Veranstaltungsbesuche oder die Wertschätzung von Mitarbeitenden und Geschäftspartnern.
Danach lässt sich bestimmen, welches Druckprodukt den Zweck am besten unterstützt:
| Ziel | Passendes Druckprodukt |
| Persönlicher Kundengruß | Grußkarte |
| Geschenk mit langfristiger Sichtbarkeit | Firmenkalender |
| Saisonales Angebot | Flyer |
| Einladung zu einer Veranstaltung | Grußkarte oder Flyer |
| Hinweis auf verlängerte Öffnungszeiten | Flyer oder Poster |
| Dank an Mitarbeitende | Persönliche Karte |
| Werbung für Januar | Flyer oder Kalender |
Legen Sie außerdem eine vorläufige Menge fest. Berücksichtigen Sie Bestandskunden, Mitarbeitende, Partner, Standorte, Veranstaltungen und eine kleine Reserve.
Anfang Oktober: Inhalte und Empfänger vorbereiten
Im Oktober sollten alle Inhalte zusammengetragen werden. Dazu gehören Texte, Fotos, Logo-Dateien, Aktionsbedingungen, Adressen und gegebenenfalls Übersetzungen.
Prüfen Sie dabei nicht nur die Rechtschreibung. Kontrollieren Sie auch Namen, Positionen, Öffnungszeiten, Telefonnummern, URLs und QR-Code-Ziele.
Bei Weihnachtskarten stellt sich außerdem die Frage, wie persönlich die Ansprache sein soll. Eine einheitliche Karte kann für die gesamte Kundschaft funktionieren. Wichtige Geschäftspartner oder langjährige Kunden können dagegen einen handschriftlichen Zusatz erhalten.
Wenn Karten per Post verschickt werden, sollte die Adressliste frühzeitig geprüft werden. Veraltete oder unvollständige Adressen führen nicht nur zu Rücksendungen, sondern verursachen zusätzliche Druck-, Porto- und Bearbeitungskosten.
Weitere Ideen für geschäftliche Grüße finden Sie in unserem Beitrag über Grußkarten zur Kundenbindung.
Mitte bis Ende Oktober: Designs erstellen und freigeben
Ein Weihnachtsdesign muss nicht zwingend Rot, Grün und Gold verwenden. Es sollte in erster Linie zur Marke und Zielgruppe passen.
Eine Kanzlei kann eine ruhige, elegante Gestaltung wählen. Ein Restaurant darf saisonaler und emotionaler auftreten. Ein Handwerksbetrieb kann ein echtes Team- oder Projektfoto verwenden, während ein Einzelhändler seine Produkte in den Mittelpunkt stellt.
Planen Sie für die Freigabe mehr als eine Person ein, aber legen Sie eine verantwortliche Stelle fest. Andernfalls können widersprüchliche Änderungswünsche den Prozess verzögern.
Die finale Kontrolle sollte mindestens folgende Punkte abdecken:
| Bereich | Kontrolle |
| Inhalt | Namen, Daten, Preise und Aktionsbedingungen |
| Marke | Logo, Farben und Tonalität |
| Gestaltung | Lesbarkeit und visuelle Hierarchie |
| Druckdaten | Beschnitt, Sicherheitsabstand, Auflösung und CMYK |
| Funktion | QR-Code, Website und Telefonnummer |
| Produktion | Format, Papier, Menge und Versandadresse |
Erstellen Sie nach Möglichkeit einen Ausdruck in Originalgröße. Eine Schrift, die am Bildschirm gut aussieht, kann auf einer kleinen Karte schwer lesbar sein.
Wann sollten Unternehmen Weihnachtskarten bestellen?
Für größere geschäftliche Auflagen ist eine Bestellung Anfang bis Mitte November ein sinnvoller Planungswert. Dadurch bleibt Zeit für Produktion, Lieferung, persönliche Unterschriften, Kuvertierung, Adressierung und postalischen Versand.
Kleine Auflagen ohne aufwendige Weiterverarbeitung können möglicherweise später bestellt werden. Verlassen Sie sich bei einer wichtigen Kampagne jedoch nicht auf den spätestmöglichen Termin.
Arbeiten Sie vom gewünschten Ankunftsdatum rückwärts:
Gewünschte Zustellung – Postlaufzeit – Verpackung und Adressierung – Lieferung der Drucksachen – Produktion – Freigabe = spätester Projektstart
Wenn die Karten Anfang Dezember bei den Empfängern ankommen sollen, sollte das Design nicht erst Ende November genehmigt werden.
Bei Overnight Prints können Unternehmen individuelle Weihnachts- und Grußkarten drucken. Wählen Sie Format, Papier und Menge frühzeitig und prüfen Sie vor der Bestellung die aktuelle Produktions- und Lieferzeit.
Wann sollten Firmenkalender bestellt werden?
Firmenkalender benötigen meist mehr Vorbereitungszeit als eine einfache Karte. Zwölf Monatsseiten, Feiertage, Bilder und Kalenderdaten müssen sorgfältig geprüft werden.
Die inhaltliche Planung sollte idealerweise im September beginnen. Das Design kann im Oktober abgeschlossen werden. Für eine Verteilung im November oder Dezember ist eine Bestellung Anfang November ein sinnvoller Zieltermin.
Bestellen Sie früher, wenn Sie:
- Eine große Auflage benötigen
- Mehrere Versionen für verschiedene Standorte erstellen
- Eigene Fotos aufnehmen lassen
- Kalender zusammen mit Geschenken verschicken
- Viele Exemplare einzeln verpacken oder versenden
- Interne Freigaben aus mehreren Abteilungen benötigen
Individuell gestaltete Firmenkalender eignen sich als Kundengeschenk, Teamkalender oder ganzjähriges Werbemittel. Prüfen Sie vor der Freigabe besonders sorgfältig, ob die Wochentage und Feiertage für 2027 stimmen.
Wann sollten Weihnachtsflyer bestellt werden?
Flyer werden häufig näher an der eigentlichen Aktion verteilt. Trotzdem sollten sie nicht erst am Tag vor dem Kampagnenstart bestellt werden.
Planen Sie die Lieferung so, dass das Team die Materialien vor der Verteilung prüfen und auf verschiedene Standorte aufteilen kann.
| Verwendungszweck | Sinnvoller Vorlauf |
| Frühe Weihnachtsangebote | Bestellung im Oktober |
| Aktionen ab Ende November | Bestellung Anfang bis Mitte November |
| Adventsveranstaltungen | Zwei bis vier Wochen vor dem Termin |
| Dezemberangebote | Bestellung spätestens im November |
| Gutscheinwerbung für Weihnachten | Vor Beginn der stärksten Einkaufsphase |
| Januarangebote | Gestaltung im Dezember, Verteilung nach Weihnachten |
Der beste Zeitpunkt hängt vom Beginn der Aktion ab. Ein Flyer für einen Weihnachtsmarkt muss früher verfügbar sein als ein Hinweis auf einen Gutschein, der bis zum 24. Dezember gekauft werden kann.
Mit individuell gedruckten Flyern können Unternehmen saisonale Angebote, Veranstaltungen, Öffnungszeiten und Gutscheine bewerben.
Ende November: Materialien prüfen und Versand vorbereiten
Sobald die Drucksachen eintreffen, sollte nicht sofort die gesamte Menge verteilt werden.
Prüfen Sie zuerst Stichproben aus der Lieferung. Kontrollieren Sie Farbe, Schnitt, Vorder- und Rückseite, Falzung und Personalisierung. Vergleichen Sie die gedruckten Kontaktdaten mit der final freigegebenen Datei.
Danach können Karten unterschrieben, Umschläge adressiert, Kalender verpackt und Flyer auf Standorte verteilt werden.
Bei größeren Mailings sollten Versandart, Frankierung und Gestaltung der Adressseite bereits vor dem Druck feststehen. Die Deutsche Post stellt aktuelle Informationen und Vorlagen für Print-Mailings bereit.
Anfang Dezember: Geschäftliche Grüße versenden
Viele geschäftliche Weihnachtskarten werden Anfang bis Mitte Dezember versendet. Dadurch erreichen sie die Empfänger vor Betriebsferien, Urlaub und den besonders vollen Tagen unmittelbar vor Weihnachten.
Internationale Sendungen benötigen mehr Zeit als nationale Briefe. Auch Pakete mit Kalendern oder Geschenken haben andere Laufzeiten als Karten.
Die offiziellen Weihnachtsfristen für 2026 sollten direkt beim jeweiligen Versanddienstleister geprüft werden, sobald sie veröffentlicht sind. DHL aktualisiert seine Seite mit den Versandinformationen für Geschäftskunden zu Weihnachten.
Nutzen Sie den dort genannten spätesten Termin nicht als internen Zieltermin. Planen Sie einen zusätzlichen Puffer für Verzögerungen, fehlerhafte Adressen und erneuten Versand ein.
Weihnachtskarten, Kalender und Flyer kombinieren
Nicht jedes Unternehmen benötigt alle drei Produkte. Eine abgestimmte Kombination kann jedoch verschiedene Aufgaben übernehmen.
Ein lokales Restaurant könnte einen Dezemberflyer mit Feiertagsmenü verteilen, Stammkunden eine Weihnachtskarte senden und ausgewählten Partnern einen Kalender schenken.
Ein Handwerksbetrieb kann Kunden mit einer Karte danken, auf der Rückseite einen QR-Code zur Terminplanung für 2027 ergänzen und im Kalender saisonale Wartungstipps zeigen.
Ein Einzelhändler kann mit Flyern auf Weihnachtsangebote aufmerksam machen und nach dem Fest eine separate Aktion für Januar starten.
Achten Sie darauf, dass Farben, Motive und Botschaften zusammenpassen. Die Produkte sollen als Teil einer gemeinsamen Kampagne erkennbar sein, aber nicht denselben Text wiederholen.
Häufige Fehler bei der Weihnachtsplanung
Alle Produkte gleichzeitig beginnen
Ein Kalender benötigt andere Inhalte und Freigaben als ein einfacher Flyer. Starten Sie komplexe Drucksachen zuerst und planen Sie kurzfristige Aktionsmaterialien danach.
Zu spät über die Auflage entscheiden
Die Menge beeinflusst Budget, Produktion, Verpackung und Versand. Erstellen Sie frühzeitig eine Empfängerliste und berücksichtigen Sie eine Reserve.
Den Versand erst nach dem Druck planen
Eine Karte kann schön gestaltet sein und trotzdem Probleme beim Versand verursachen. Format, Papier, Umschlag, Porto und Adressierung sollten vor der Bestellung feststehen.
Keine Zeit für Unterschriften einplanen
Persönliche Grüße benötigen oft mehr Zeit als erwartet. Wenn 500 Karten unterschrieben, kuvertiert und adressiert werden müssen, reicht ein Nachmittag möglicherweise nicht aus.
Nur Weihnachten bewerben
Nicht jedes Unternehmen benötigt eine rein weihnachtliche Kampagne. Ein neutraler Jahresendgruß oder ein Ausblick auf 2027 kann für eine vielfältige Kundschaft passender sein.
Januar vergessen
Nach dem Weihnachtsgeschäft beginnt für viele Unternehmen direkt die Planung des neuen Jahres. Bereiten Sie Gutscheine, Termine, Veranstaltungen oder Aktionen für Januar bereits im Dezember vor. Weitere Ideen bietet unser Artikel Marketing zum Jahresanfang.
Ein realistischer Bestellplan nach Produkt
| Druckprodukt | Planung beginnen | Design abschließen | Empfohlener Bestellzeitraum |
| Firmenkalender | September | Oktober | Anfang November |
| Größere Weihnachtskarten-Auflage | September bis Oktober | Ende Oktober | Anfang bis Mitte November |
| Kleine Kartenauflage | Oktober | Anfang November | November |
| Weihnachtsflyer | Oktober | Zwei bis vier Wochen vor Einsatz | Je nach Kampagnenstart |
| Materialien für Januar | November | Anfang Dezember | Dezember |
Diese Zeiträume enthalten einen allgemeinen Planungspuffer. Sonderformate, Veredelungen, hohe Auflagen und internationale Lieferungen können mehr Zeit benötigen.
Aktuelle Produktoptionen, Datenprüfung und Versandart sollten bei jeder Bestellung separat kontrolliert werden. Weitere Hinweise zum Ablauf einer Online-Bestellung finden Sie in unserem Beitrag über Druckprodukte für Unternehmen online bestellen.
Checkliste für das Weihnachtsmarketing
| Aufgabe | Erledigt |
| Ziel und Zielgruppe festgelegt | ☐ |
| Produkte und Mengen ausgewählt | ☐ |
| Budget einschließlich Versand kalkuliert | ☐ |
| Empfänger- und Adresslisten geprüft | ☐ |
| Texte, Bilder und Übersetzungen freigegeben | ☐ |
| Aktionsdaten und Bedingungen kontrolliert | ☐ |
| Druckdaten technisch geprüft | ☐ |
| QR-Codes und URLs getestet | ☐ |
| Produktions- und Lieferzeit bestätigt | ☐ |
| Zeit für Unterschriften und Verpackung eingeplant | ☐ |
| Aktuelle Versandfristen kontrolliert | ☐ |
| Januar-Kommunikation vorbereitet | ☐ |
Häufig gestellte Fragen zur Weihnachtsplanung
Wann sollten Unternehmen mit dem Weihnachtsmarketing beginnen?
Für Kampagnen mit individuellen Drucksachen ist September ein guter Startpunkt. Umfangreiche Kalender, große Kartenauflagen oder internationale Sendungen können einen früheren Beginn erfordern.
Wann sollte man Weihnachtskarten drucken lassen?
Größere Auflagen sollten idealerweise Anfang bis Mitte November bestellt werden, wenn sie Anfang Dezember versendet werden sollen. Der genaue Termin hängt von Produktion, Lieferung, Personalisierung und Versand ab.
Wann sollten geschäftliche Weihnachtskarten verschickt werden?
Anfang bis Mitte Dezember ist für viele Unternehmen ein sinnvoller Zeitraum. Internationale Karten und Sendungen mit Geschenken sollten früher auf den Weg gebracht werden.
Ist November zu spät für Weihnachtsflyer?
Nicht unbedingt. Wenn die Aktion erst im Dezember beginnt und das Design bereits fertig ist, kann eine Bestellung im November ausreichen. Prüfen Sie die aktuelle Produktionszeit und planen Sie einen Sicherheitspuffer ein.
Welches Druckprodukt eignet sich für Kunden?
Grußkarten eignen sich für persönliche Botschaften. Kalender bieten langfristigen Nutzen und Sichtbarkeit. Flyer sind besser für konkrete Angebote, Veranstaltungen und Öffnungszeiten geeignet.
Wie viel Puffer sollte eingeplant werden?
Planen Sie Zeit für mindestens eine Korrekturrunde, interne Freigabe, Produktion, Lieferung und Verteilung ein. Bei größeren oder internationalen Projekten sollte der Puffer entsprechend größer sein.
Was kann ein Unternehmen tun, wenn es zu spät begonnen hat?
Reduzieren Sie die Komplexität. Verwenden Sie ein Standardformat, verzichten Sie auf aufwendige Personalisierung und prüfen Sie verfügbare Expressoptionen. Alternativ kann ein Neujahrsgruß im Januar glaubwürdiger wirken als eine verspätete Weihnachtskarte.
Muss die Kampagne ausdrücklich Weihnachten nennen?
Nein. Formulierungen wie „Schöne Feiertage“, „Vielen Dank für die Zusammenarbeit“ oder „Ein guter Start ins neue Jahr“ können für eine breitere Zielgruppe geeignet sein.
Früh planen, entspannt verteilen
Erfolgreiches Weihnachtsmarketing hängt nicht vom spätestmöglichen Bestelltermin ab. Entscheidend ist ein Ablauf, der genug Zeit für gute Inhalte, Kontrolle und zuverlässige Verteilung lässt.
Beginnen Sie im September mit Ziel, Zielgruppe und Budget. Schließen Sie komplexe Designs im Oktober ab und bestellen Sie Kalender sowie größere Kartenauflagen möglichst früh im November. Flyer können näher am Kampagnenstart folgen.
Mit rechtzeitiger Planung lassen sich Grußkarten, Kalender und Flyer zu einer zusammenhängenden Kampagne verbinden, die Kunden, Mitarbeitende und Geschäftspartner vor dem Jahresende erreicht.
