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Faltblatt gestalten: Falzarten, Aufbau und passende DIN-Formate

Ein Faltblatt bietet mehr Platz als ein klassischer Flyer, bleibt aber kompakter als eine mehrseitige Broschüre. Durch die einzelnen Falzflächen lassen sich Informationen in einer klaren Reihenfolge präsentieren – vom ersten Blick auf die Titelseite bis zur abschließenden Handlungsaufforderung.

Damit das funktioniert, sollten Format, Falzart und Aufbau bereits vor dem Design feststehen. Andernfalls können Texte auf der falschen Fläche landen, Bilder durch eine Falzlinie geteilt werden oder wichtige Inhalte nach dem Falten nicht in der gewünschten Reihenfolge erscheinen.

In diesem Leitfaden erfahren Sie, wie Sie ein Faltblatt gestalten, welche Falzarten zur Auswahl stehen und welche DIN-Formate zu Ihrem Inhalt passen.

 

Faltblatt gestalten: Die wichtigsten Entscheidungen im Überblick

Bevor Sie mit dem Layout beginnen, beantworten Sie diese fünf Fragen:

  1. Welches Ziel soll das Faltblatt erfüllen?
  2. Wie viele Informationen müssen untergebracht werden?
  3. Wie soll der Leser durch die Inhalte geführt werden?
  4. Welches geschlossene Format eignet sich für Verteilung und Versand?
  5. Welche Druckvorlage und technischen Vorgaben gelten?

Die folgende Übersicht hilft bei der ersten Auswahl:

Ziel Geeignete Falzart Häufig passendes Format
Kurze Unternehmensvorstellung Einbruchfalz DIN A5 oder DIN A6
Leistungs- oder Produktübersicht Wickelfalz DIN lang
Schritt-für-Schritt-Anleitung Zickzackfalz DIN lang
Speisekarte oder Preisübersicht Einbruch- oder Wickelfalz DIN A5 oder DIN lang
Veranstaltung oder Programm Zickzackfalz DIN lang
Kompakte Beilage für Bestellungen Einbruchfalz DIN A6
Informationsmaterial für Praxen oder Beratungsstellen Wickelfalz DIN lang

Das Format sollte nicht allein nach der verfügbaren Fläche ausgewählt werden. Berücksichtigen Sie auch, wie das Faltblatt verteilt, aufbewahrt oder verschickt wird.

 

Was ist ein Faltblatt?

Ein Faltblatt ist ein einzelner bedruckter Papierbogen, der einmal oder mehrfach gefaltet wird. Im Gegensatz zu einer klassischen Broschüre besitzt es normalerweise keine Heftung oder Bindung.

Durch das Falten entstehen mehrere getrennte Gestaltungsflächen:

  • Ein Falz erzeugt vier bedruckbare Seiten
  • Zwei Falze erzeugen in der Regel sechs bedruckbare Flächen
  • Weitere Falze können zusätzliche Bereiche schaffen

Faltblätter eignen sich besonders für Inhalte, die sich in kurze, logisch aufeinanderfolgende Abschnitte gliedern lassen. Typische Anwendungen sind:

  • Unternehmensvorstellungen
  • Produkt- und Leistungsübersichten
  • Speise- und Getränkekarten
  • Veranstaltungsprogramme
  • Messeinformationen
  • Immobilienangebote
  • Reise- und Tourismusinformationen
  • Anleitungen
  • Rabattaktionen
  • Informationsmaterial für Praxen und Vereine

Wenn Sie deutlich mehr Text, mehrere Kapitel oder viele Produkte präsentieren möchten, ist möglicherweise eine mehrseitige Broschüre besser geeignet. Unser Vergleich Broschüren oder Faltblätter: Welche Drucklösung passt? hilft bei der Entscheidung.

 

Die wichtigsten Falzarten für Faltblätter

Die Falzart bestimmt nicht nur, wie das Faltblatt geschlossen wird. Sie beeinflusst auch die Größe der einzelnen Flächen, die Lesereihenfolge und den gesamten Aufbau des Designs.

Einbruchfalz

Beim Einbruchfalz wird der Papierbogen einmal in der Mitte gefaltet. Dadurch entstehen vier Seiten:

  1. Titelseite
  2. Erste Innenseite
  3. Zweite Innenseite
  4. Rückseite

Diese Falzart ist besonders übersichtlich und einfach zu gestalten. Sie eignet sich für Inhalte, die mehr Platz als ein beidseitiger Flyer benötigen, aber keine komplexe Unterteilung erfordern.

Typische Einsatzmöglichkeiten sind:

  • Kurze Speisekarten
  • Einladungen
  • Preislisten
  • Veranstaltungshinweise
  • Kleine Produktpräsentationen
  • Unternehmensvorstellungen
  • Anleitungen mit wenigen Schritten

Der Einbruchfalz ist eine gute Wahl, wenn ein großes Bild oder eine zusammenhängende Gestaltung über die beiden Innenseiten laufen soll. Dabei sollten Gesichter, Text und andere wichtige Details nicht direkt auf der Falzlinie liegen.

Wickelfalz

Beim Wickelfalz werden die Flächen nacheinander nach innen gefaltet. Eine Fläche wird dabei von den anderen eingeschlossen.

Ein Faltblatt mit zwei Wickelfalzen besitzt üblicherweise sechs bedruckbare Flächen. Es eignet sich besonders, wenn der Inhalt in einer kontrollierten Reihenfolge gelesen werden soll.

Der Wickelfalz funktioniert gut für:

  • Unternehmenspräsentationen
  • Produktinformationen
  • Dienstleistungsangebote
  • Immobilienexposés
  • Praxisinformationen
  • Reiseangebote
  • Schrittweise Verkaufserklärungen

Wichtig: Die nach innen gefaltete Fläche muss normalerweise etwas schmaler sein, damit sich das Faltblatt sauber schließen lässt. Teilen Sie die Gesamtbreite deshalb nicht automatisch in drei identische Bereiche.

Verwenden Sie immer die Druckvorlage des Anbieters. Dort sind die tatsächlichen Falzpositionen und Flächenbreiten eingezeichnet.

Zickzackfalz oder Leporellofalz

Beim Zickzackfalz werden die Flächen abwechselnd nach vorne und hinten gefaltet. Von der Seite betrachtet entsteht eine Z-Form.

Anders als beim Wickelfalz werden die Flächen nicht ineinander eingeschlagen. Dadurch können sie in der Regel gleich breit angelegt werden. Trotzdem sollten Sie die exakten Abmessungen der verwendeten Produktvorlage übernehmen.

Der Zickzackfalz eignet sich für Inhalte, die in einzelne, gleichwertige Bereiche gegliedert werden können:

  • Zeitpläne
  • Speisekarten
  • Rundgänge
  • Produktkategorien
  • Schritt-für-Schritt-Anleitungen
  • Veranstaltungsprogramme
  • Karten und Orientierungshilfen
  • Vorher-nachher-Darstellungen

Das Faltblatt kann Fläche für Fläche gelesen oder vollständig aufgeklappt werden. Dadurch eignet sich diese Falzart sowohl für eine lineare Geschichte als auch für eine große zusammenhängende Übersicht.

 

Wickelfalz oder Zickzackfalz: Was ist der Unterschied?

Merkmal Wickelfalz Zickzackfalz
Faltung Flächen werden nach innen gewickelt Flächen wechseln die Falzrichtung
Flächenbreite Eingeschlagene Fläche meist etwas schmaler Flächen meist gleich breit
Leserführung Stark kontrollierte Reihenfolge Flexible Betrachtung
Geeignet für Verkaufstexte, Angebote und Erklärungen Programme, Übersichten und Anleitungen
Vollständig aufgeklappt Große Innenfläche Vorder- und Rückseite bleiben stärker gegliedert
Gestaltungsaufwand Falzreihenfolge besonders wichtig Übergänge zwischen den Flächen beachten

Wählen Sie den Wickelfalz, wenn sich Ihre Botschaft schrittweise entfalten soll. Nutzen Sie den Zickzackfalz, wenn jede Fläche einen eigenen Abschnitt enthält oder das gesamte Faltblatt als Übersicht funktionieren soll.

 

Welche DIN-Formate eignen sich für Faltblätter?

DIN A4, DIN A5 und DIN A6 gehören zur A-Reihe der Papierformate. Ihre Maße sind in der DIN EN ISO 216 festgelegt. Das Deutsche Institut für Normung erklärt die Entwicklung und Standardisierung des A4-Formats.

Bei Faltblättern müssen Sie zwischen zwei Größen unterscheiden:

  • Offenes Format: Größe des vollständig aufgeklappten Bogens
  • Geschlossenes Format: Größe des fertig gefalteten Produkts

Diese Unterscheidung ist wichtig, weil das geschlossene Format häufig im Produktnamen steht, während die Druckdatei im offenen Format angelegt wird.

Häufige geschlossene Formate

Format Maße Typische Verwendung
DIN A5 148 × 210 mm Speisekarten, Präsentationen und ausführlichere Angebote
DIN A6 105 × 148 mm Beilagen, Einladungen und kompakte Informationen
DIN lang ca. 99 × 210 mm Unternehmensflyer, Mailings und Informationsmaterial

DIN A5

DIN A5 bietet ausreichend Platz für Bilder, Leistungsbeschreibungen und Preisübersichten, ohne so groß wie ein ungefaltetes DIN-A4-Blatt zu wirken.

Es eignet sich beispielsweise für:

  • Speisekarten
  • Immobilieninformationen
  • Veranstaltungsprogramme
  • Produktpräsentationen
  • Schulungsunterlagen
  • Angebote mit größeren Bildern

Ein DIN-A4-Bogen, der einmal in der Mitte gefaltet wird, ergibt ein geschlossenes Faltblatt im Format DIN A5.

DIN A6

DIN A6 ist kompakt und lässt sich einfach mitnehmen, auslegen oder einer Bestellung beilegen.

Dieses Format eignet sich für:

  • Rabattaktionen
  • Kurze Anleitungen
  • Einladungen
  • Terminerinnerungen
  • Produktbeilagen
  • Kleine Preislisten

Durch die begrenzte Fläche sollte die Botschaft besonders kurz und visuell klar aufgebaut sein.

DIN lang

DIN lang ist schmal und hoch. Das Format wird häufig für dreifach gegliederte Faltblätter verwendet und lässt sich gut in Prospekthaltern präsentieren.

Es eignet sich unter anderem für:

  • Unternehmensvorstellungen
  • Tourismusinformationen
  • Leistungsübersichten
  • Praxisinformationen
  • Messeunterlagen
  • Direktmailings
  • Liefer- und Speisekarten

DIN-lang-Briefumschläge messen üblicherweise 220 × 110 mm, wie die Deutsche Post bei ihren DIN-lang-Umschlägen angibt. Wenn Sie das Faltblatt per Post versenden möchten, sollten Sie das endgültige geschlossene Format und das Gesamtgewicht jedoch vor dem Druck prüfen.

Weitere Hinweise zur Formatwahl finden Sie in unserem Ratgeber Druckformate wählen: So treffen Sie die richtige Entscheidung.

 

So bauen Sie den Inhalt eines Faltblatts auf

Ein gutes Faltblatt verteilt den Inhalt nicht einfach gleichmäßig auf alle Flächen. Jede Fläche sollte eine klare Aufgabe erfüllen.

1. Die Titelseite weckt Interesse

Die Titelseite sollte innerhalb weniger Sekunden vermitteln:

  • Von welchem Unternehmen das Faltblatt stammt
  • Worum es geht
  • Welchen Vorteil der Leser erhält
  • Warum er das Faltblatt öffnen sollte

Eine mögliche Struktur ist:

Headline: Gesundes Mittagessen ohne lange Wartezeit
Ergänzung: Unser wöchentlich wechselndes Mittagsmenü
Hinweis: Nur fünf Minuten vom Marktplatz entfernt

Vermeiden Sie auf der Titelseite lange Einleitungen oder eine vollständige Liste aller Leistungen.

2. Die erste geöffnete Fläche schafft Orientierung

Nach dem Öffnen sollte der Leser verstehen, was angeboten wird und für wen es gedacht ist.

Hier können Sie:

  • Ein Problem ansprechen
  • Ihr Unternehmen kurz vorstellen
  • Den wichtigsten Nutzen erklären
  • Eine zentrale Frage beantworten
  • Eine Übersicht der folgenden Inhalte geben

3. Die Innenflächen erklären das Angebot

Nutzen Sie die größten oder zentralen Flächen für die wichtigsten Informationen.

Gliedern Sie den Inhalt beispielsweise nach:

  • Leistungen
  • Produkten
  • Zielgruppen
  • Arbeitsschritten
  • Paketen
  • Vorteilen
  • Standorten
  • Terminen

Kurze Überschriften, Aufzählungen und visuelle Abstände erleichtern das Lesen.

4. Vertrauenselemente unterstützen die Entscheidung

Je nach Branche können Sie folgende Elemente einbauen:

  • Kundenbewertungen
  • Zertifizierungen
  • Jahre an Erfahrung
  • Kurze Fallbeispiele
  • Referenzprojekte
  • Garantien
  • Partner oder Mitgliedschaften
  • Konkrete Ergebnisse

Verwenden Sie nur Aussagen, die Sie belegen können. Allgemeine Behauptungen wie „beste Qualität“ sind weniger überzeugend als konkrete Informationen.

5. Die Rückseite zeigt den nächsten Schritt

Die Rückseite oder letzte sichtbare Fläche sollte die wichtigsten Kontaktdaten und eine klare Handlungsaufforderung enthalten.

Zum Beispiel:

  • Jetzt Termin vereinbaren
  • Angebot anfordern
  • Speisekarte online ansehen
  • QR-Code scannen
  • Im Geschäft vorbeikommen
  • Veranstaltung buchen
  • Produkt online entdecken

Ergänzen Sie je nach Ziel:

  • Website
  • Telefonnummer
  • E-Mail-Adresse
  • Anschrift
  • Öffnungszeiten
  • Social-Media-Kanäle
  • QR-Code

 

Die richtige Reihenfolge der Flächen festlegen

Ein häufiger Gestaltungsfehler besteht darin, das offene Dokument wie eine gewöhnliche Seite von links nach rechts zu behandeln.

Nach dem Falten befindet sich die linke Fläche der Druckdatei möglicherweise nicht an der erwarteten Stelle. Besonders beim Wickelfalz können Außen-, Innen- und Einschlagfläche leicht verwechselt werden.

Eine einfache Lösung ist ein Papiermodell:

  1. Nehmen Sie ein leeres Blatt.
  2. Falten Sie es in der gewünschten Falzart.
  3. Nummerieren Sie alle sichtbaren Flächen.
  4. Schreiben Sie auf jede Fläche ihre Funktion.
  5. Falten und öffnen Sie das Modell mehrmals.
  6. Übertragen Sie die Reihenfolge anschließend auf die Druckvorlage.

Dieser Test dauert nur wenige Minuten und kann verhindern, dass eine ganze Auflage mit falsch angeordneten Inhalten gedruckt wird.

 

Gestaltungstipps für ein übersichtliches Faltblatt

Geben Sie jeder Fläche eine Aufgabe

Eine einzelne Fläche sollte nicht gleichzeitig Unternehmensgeschichte, Preisliste, Kundenbewertung und Kontaktinformationen enthalten.

Definieren Sie für jede Fläche eine Hauptfunktion. Dadurch bleibt die Gestaltung übersichtlich.

Arbeiten Sie mit einer klaren visuellen Hierarchie

Verwenden Sie:

  • Eine deutliche Hauptüberschrift
  • Kurze Zwischenüberschriften
  • Gut lesbaren Fließtext
  • Einheitliche Abstände
  • Wiederkehrende Farben und Formen
  • Einen klar hervorgehobenen Call-to-Action

Der Leser sollte sofort erkennen können, welche Information zuerst und welche danach gelesen werden soll.

Setzen Sie nicht zu viel Text ein

Ein Faltblatt ist kein ausführlicher Geschäftsbericht. Kürzen Sie Absätze und verlagern Sie ergänzende Informationen auf Ihre Website.

Ein QR-Code kann zu folgenden Inhalten führen:

  • Vollständigem Produktkatalog
  • Online-Terminbuchung
  • Speisekarte
  • Eventanmeldung
  • Kontaktformular
  • Standortbeschreibung
  • Aktionsseite

Der gedruckte Inhalt muss trotzdem verständlich bleiben, auch wenn der QR-Code nicht gescannt wird.

Platzieren Sie wichtige Elemente nicht auf Falzlinien

Vermeiden Sie auf Falzlinien:

  • Kleine Schrift
  • Telefonnummern
  • QR-Codes
  • Gesichter
  • Produktdetails
  • Schmale Logos
  • Feine Linien
  • Wichtige Zahlen

Ein Hintergrundbild darf sich über mehrere Flächen erstrecken. Prüfen Sie jedoch, ob sein Hauptmotiv auch nach dem Falten gut erkennbar bleibt.

Verwenden Sie konsistente Gestaltungselemente

Farben, Typografie und Bildstil sollten auf allen Flächen zusammenpassen. Wiederkehrende Elemente helfen dabei, die einzelnen Abschnitte visuell miteinander zu verbinden.

Eine Akzentfarbe kann beispielsweise für alle Überschriften, Symbole und Handlungsaufforderungen verwendet werden.

 

Druckdaten für Faltblätter richtig vorbereiten

Bevor Sie Ihr Faltblatt drucken lassen, laden Sie die Startdatei für das gewählte Format und die gewählte Falzart herunter.

Achten Sie insbesondere auf folgende Punkte:

Beschnittzugabe

Farben und Bilder, die bis an den Rand reichen sollen, müssen über das Endformat hinaus in den Beschnitt gezogen werden. So werden weiße Blitzer nach dem Schneiden vermieden.

Sicherheitsabstand

Texte, Logos, QR-Codes und andere wichtige Elemente sollten nicht direkt am Schneide- oder Falzrand stehen.

Falzlinien

Falzlinien dienen als Orientierung im Layout. Sie sollten nicht als sichtbare Linien in das fertige Design übernommen werden, sofern die Druckvorlage nichts anderes vorgibt.

Bildauflösung

Overnight Prints empfiehlt für die Druckdaten eine Auflösung von 300 dpi. Bilder sollten bereits in der ungefähr benötigten Druckgröße ausreichend hoch aufgelöst sein.

Farbmodus

Legen Sie Druckdaten möglichst im CMYK-Farbmodus an. RGB-Farben, die auf einem Bildschirm sehr leuchtend erscheinen, können im Druck anders wirken.

PDF-Export

Exportieren Sie die Datei entsprechend den Vorgaben der Druckerei. Adobe erklärt, wie sich Druckermarken sowie Anschnittbereiche in InDesign festlegen. Aktivieren Sie Schnitt- oder Falzmarken jedoch nur, wenn sie ausdrücklich verlangt werden.

 

Häufige Fehler beim Gestalten von Faltblättern

Falzart erst nach dem Design auswählen

Die Flächenbreiten und die Reihenfolge hängen von der Falzart ab. Wählen Sie sie deshalb vor der Gestaltung.

Alle Flächen gleich breit anlegen

Bei einem Wickelfalz ist die eingeschlagene Fläche häufig schmaler. Verwenden Sie die passende Produktvorlage, statt die Breite selbst zu schätzen.

Vorder- und Rückseite verwechseln

Prüfen Sie das Layout mit einem gefalteten Papiermodell und einer gedruckten Testversion.

Zu viel Inhalt unterbringen

Wenn jede freie Fläche mit Text gefüllt ist, geht die visuelle Führung verloren. Konzentrieren Sie sich auf die Informationen, die der Leser für den nächsten Schritt benötigt.

Wichtige Inhalte über die Falz legen

Falzabweichungen können dazu führen, dass Texte oder Motive nicht exakt an der geplanten Position erscheinen.

Das geschlossene Format nicht berücksichtigen

Eine Überschrift kann im offenen Layout gut aussehen, nach dem Falten aber teilweise verdeckt sein. Kontrollieren Sie beide Zustände.

QR-Codes nicht testen

Drucken Sie den QR-Code in der tatsächlichen Größe aus und testen Sie ihn mit mehreren Smartphones. Halten Sie ausreichend freien Raum um den Code herum.

 

Checkliste vor dem Druck

Prüfen Sie vor der Freigabe:

  • Ziel und Zielgruppe sind eindeutig
  • Falzart und geschlossenes Format stehen fest
  • Die richtige Produktvorlage wurde verwendet
  • Alle Flächen befinden sich in der richtigen Reihenfolge
  • Die Titelseite enthält eine klare Hauptbotschaft
  • Jede Fläche erfüllt eine bestimmte Funktion
  • Kontaktdaten und Handlungsaufforderung sind gut sichtbar
  • Texte und Logos halten Abstand zu Falz- und Schnittlinien
  • Hintergründe reichen bis in den Beschnitt
  • Bilder besitzen eine ausreichende Auflösung
  • Farben wurden für den Druck vorbereitet
  • QR-Codes und Links funktionieren
  • Rechtschreibung, Preise und Termine wurden kontrolliert
  • Das Design wurde einmal ausgedruckt und gefaltet

 

Häufig gestellte Fragen zum Gestalten von Faltblättern

Welches Format eignet sich am besten für ein Faltblatt?

DIN lang eignet sich gut für kompakte Unternehmens-, Praxis- und Produktinformationen. DIN A5 bietet mehr Fläche für Bilder und ausführlichere Inhalte. DIN A6 ist eine gute Wahl für kurze Botschaften und Produktbeilagen.

Das beste Format hängt von Inhalt, Falzart, Verteilung und gewünschter Lesbarkeit ab.

Welche Falzart ist für sechs Flächen geeignet?

Sowohl Wickelfalz als auch Zickzackfalz können sechs bedruckbare Flächen erzeugen. Der Wickelfalz führt den Leser stärker durch eine festgelegte Reihenfolge. Der Zickzackfalz eignet sich besonders für gleichwertige Abschnitte und Übersichten.

Sind beim Wickelfalz alle Flächen gleich breit?

In der Regel nicht. Die nach innen eingeschlagene Fläche muss häufig etwas schmaler angelegt werden, damit sich das Faltblatt sauber schließen lässt.

Die genauen Maße hängen von Format, Papier und Produktion ab. Verwenden Sie deshalb immer die bereitgestellte Druckvorlage.

Was gehört auf die Titelseite eines Faltblatts?

Die Titelseite sollte eine klare Überschrift, den wichtigsten Kundenvorteil und ein passendes visuelles Element enthalten. Das Logo sollte erkennbar sein, aber nicht die gesamte Fläche dominieren.

Wie viel Text sollte ein Faltblatt enthalten?

Es gibt keine feste Wortzahl. Jede Fläche sollte jedoch schnell erfassbar bleiben. Arbeiten Sie mit kurzen Absätzen, Zwischenüberschriften und Aufzählungen. Wenn umfangreiche Erklärungen erforderlich sind, kann eine Broschüre geeigneter sein.

Kann ein Bild über mehrere Falzflächen laufen?

Ja. Achten Sie darauf, dass wichtige Bilddetails nicht genau auf einer Falzlinie liegen. Prüfen Sie außerdem, wie das Motiv im geschlossenen und vollständig geöffneten Zustand wirkt.

Benötigt ein Faltblatt Beschnitt?

Ja, wenn Bilder, Farben oder grafische Elemente bis an den fertigen Rand reichen sollen. Die genaue Beschnittzugabe entnehmen Sie der Druckvorlage des gewählten Produkts.

Was ist der Unterschied zwischen einem Flyer und einem Faltblatt?

Ein Flyer besteht normalerweise aus einem ungefalteten Papierbogen. Ein Faltblatt wird mindestens einmal gefaltet und bietet dadurch mehrere klar getrennte Inhaltsflächen. Unser Vergleich Flyer oder Broschüre zeigt außerdem, wann ein umfangreicheres Druckprodukt sinnvoll sein kann.

 

Vom ersten Falz bis zur fertigen Botschaft

Ein erfolgreiches Faltblatt beginnt nicht mit Farben oder Bildern, sondern mit einer klaren Struktur.

Legen Sie zuerst Ziel, Format und Falzart fest. Ordnen Sie anschließend jeder Fläche eine Aufgabe zu und testen Sie die Reihenfolge mit einem einfachen Papiermodell. Erst danach sollten Texte, Bilder und Designelemente in das endgültige Layout übertragen werden.

Wenn Ihre Informationen kompakt und schrittweise präsentiert werden können, sind individuell gedruckte Faltblätter eine flexible Lösung. Für umfangreichere Inhalte, mehrere Kapitel oder größere Produktübersichten können Sie stattdessen Broschüren drucken lassen.

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